Burgen und Schlösser laden ein …

Rund um Rhens entlang dem Rhein finden sich über 50 Burgen und Schlösser. Dokumente aus der Zeit des Mittelalters, in denen noch Ritter, Burgherren und Burgfräulein im Rheintal herrschten. Viele davon kann man noch besichtigen. Aus luftiger Höhe hat man einen wundervollen Blick auf das Rheintal. Einige davon haben wir ausgewählt.

Starten wir von Norden nach Süden auf der westlichen Rheinseite.

In der näheren Umgebung liegt das Schloss Stolzenfels in Koblenz: Schloss Stolzenfels wurde 1250 zum ersten mal erwähnt. 1689 zerstörten die Franzosen die Burg. 1823 ging die Burgruine in den Besitz von Kronprinz Friedrich Wilhelm, dem späteren König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, über. 1842 ließ er die Ruine im Stil der Romantik wieder aufbauen. Aus dieser Zeit stammen die vielen Waffen und Kunstwerke, die man heute noch besichtigen kann.

(Foto: Holger Weinandt)

Südlich von Rhens steht die Kurfürstliche Burg Boppard. Im Gegensatz zu den meisten Burgen am Rhein wurde die Kurfürstliche Burg direkt am Rheinufer errichtet. Seine mächtige Bauweise zeugt von der Macht seines Bauherrn Erzbischof Balduin von Trier. Hier konnten direkt Zölle eingehalten, Feinde abgewehrt und Macht demonstriert werden. Zur Zeit wird die Burg im Rahmen des UNESCO-Weltkulturerbeprgramms restauriert. Geplant ist eine Wiedereröffnung in diesem Jahr.

Etwa 30 km südlich von Rhens liegt das Örtchen St. Goar mit der Burg Rheinfels. Sie ist heute die größte Burgruine im Mittelrheintal und wurde im Jahr 1245 von Graf Diether V. von Katzenelnbogen in St. Goar errichtet. Später erweiterte der hessische Landgraf die Burg zu einem Residenzschloss und großzügigen Festungsanlage. Die Burg Rheinfels kann mit Führung besichtigt werden.

Wir wechseln jetzt auf die östliche Rheinseite und starten wieder im Norden.

Dort liegt auf der östlichen Rheinseite am Deutschen Eck in Koblenz die Festung Ehrenbreitstein. Diese wurde im Jahr 1000 als Burg „Ehrenbertstein“ erbaut, später vergrößert und im 15. Jahrhundert unter Erzbischof von Greiffenclau weiter ausgebaut. Es folgten in den nächsten Jahren viele Besitzwechsel und die Zerstörung im Jahr 1801. 1815 wurde sie dann unter König Friedrich Wilhelm III. zur heutigen Größe ausgebaut. Die Festung Ehrenbreitstein kann während der Öffnungszeiten besichtigt werden.

Direkt gegenüber von Rhens liegt auf der anderen Rheinseite hoch über Braubach die Marksburg. Sie wurde vom 13. bis ins 15. Jahrhundert errichtet und nie zerstört. Das macht sie zu einer Besonderheit im Mittleren Rheintal. Hier kann man mit Führung noch den originalen Rittersaal, die Burgküche, die Kemenate aber auch Ritterrüstungen, Folterinstrumente oder den Kräutergarten besichtigen.

Die Burg Katz.
Die Burg Maus.

In St. Goarshausen gibt es gleich zwei Burgen. Die Burg Maus und die Burg Katz. Beide Burgen fochten in den Jahrhunderten ihre Streitigkeiten untereinander aus. Daher rührt auch der gängige Spruch „wie Katz und Maus“. Die Burg Maus wurde im Jahr 1356 von Erzbischof Boemund II von Trier als Gegenburg zur Burg Katz erbaut. Zur Zeit kann sie nicht besichtigt werden.

Etwa drei Kilometer südlich der Burg Maus thront die Burg Katz. Die sich heute im Privatbesitz befindende Burg wurde im Jahr 1371 von den Grafen von Katzenelnbogen errichtet und später zerstört. Ab 1898 erfolgte der Wiederaufbau zu einem prachtvollen Wohnsitz. Zu besichtigen ist die Burg nur von außen. Zu der Veranstaltung „Rhein in Flammen“, die einmal im Jahr stattfindet, wird von hier das prächtige Feuerwerk am Rhein abgeschossen.